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Trennpapier

 

 

 

 

Was sind Trennpapiere?

 

Trennpapier ist ein Papier, welches in einem Fertigungsprozess eine Trennung zu einem meist haftenden Medium bewirken soll. Hier im Bild sieht man eine CPL-Anlage der Firma Egger (Continuous Pressed Laminate). CPL´s werden im mehrlagigen Aufbau hergestellt. Je nach gewünschter Dicke werden von den bis zu 12 Abwickelstationen (hier im Bild von den unteren Abwickelstationen) die sogenannten Kernlagen (meist Harnstoff- od. Phenolharz imprägnierte Kraftpapiere) und von oben die dekorativen melaminharzgetränkten Papiere zugeführt. Von der letzten oberen Abwickelstation vor dem Presseneinlauf wird das Trennpapier zugeführt. Alle diese Lagen werden in der Presse zwischen zwei kontinuierlich umlaufenden Stahlbänder und mit Hilfe von Temperatur (ca.200°C) und Druck (20-25 bar) zu einem Verbund (CPL) "verschmolzen". Sofort am Auslauf der Presse wird das Trennpapier vom ganzen Verbund getrennt und aufgewickelt.

 

 

Produktion von ELESGOrelease

 

Auf einem gestrichenen Papier wird eine strahlenhärtende Lackrezeptur, inhaltlich mit einem Trennmittel, in ausreichender Menge aufgebracht, so dass eine sehr dichte und geschlossene Oberfläche entsteht. Durch Verwendung unterschiedlicher Releasefolien werden die Strukturen und Glanzgrade definiert. Eine anschließende Trocknung nach der Elektronenstrahlhärtung der Lackschicht sorgt dafür, dass das Trennpapier bei der Verwendung das entstehende "Reaktionswasser" (den Aushärtungsprozess der Melamin- und Phenolkerne nennt man Polykondensation) aufnimmt und dadurch Feuchtigkeitstreifenbildung auf dem Laminat verhindert wird.

 

 

Das Trägermaterial

 

Das Papier ist das Trägermaterial des Lackes. Es muss mehrere Eigenschaften besitzen wie z.B. eine bestimmte Dicke bzw. Grammatur, damit das Reaktionswasser gebunden werden kann. Außerdem braucht es im Laminatfertigungsprozess eine mechanische Stabilität, um den extremen Belastungen wie Druck und Temperatur während des Verpressungsvorgangs, standzuhalten. Selbstverständlich dürfen im Papier keine Verunreinigungen wie, Sand, Holz- und Rindenpartikel, Leim- klumpen, Stippen, Löcher, usw., sein. All die Fehler können sich im Laminat als Fehlstellen abzeichnen. Zuletzt, damit ein sehr guter Lackstand erreicht werden kann, muss das Papier einen sehr gleichmäßigen, homogenen un glatt kalandrierten Strich besitzen.

 

 

Trennlack als Beschichtung

 

Der Trennlack, bzw. das inhaltliche Trennadditiv, hat die Aufgabe, dass sich das Trennpapier sofort nach der Presse von dem Laminat abziehen lässt, und für weitere Durchläufe zu gebrauchen ist. Je öfter je besser ist hier die Devise. Der Basislack muss hierbei sehr formstabil und belastbar sein. Er muss eine gewisse Härte besitzen, jedoch auch eine gewisse Flexibilität, um das "Wachstum" des Laminates in der Presse mitzumachen.

 

 

Nutzen der Releasefolien

 

Die Folie zur Glanz- und Strukturgebung muss ebenfalls frei von Fehlern sein. Sie gibt letztendlich dem Trennpapier respektive dann dem Laminat das "Gesicht". Sämtliche Fehlstellen spiegeln sich auf dem Laminat wider. Dabei müssen der Glanz und die Strukturtiefe bei der Folie immer gleich sein.

 

 

Warum werden Trennpapiere eingesetzt?

 

Ein Laminat kann auch mit einem dementsprechenden strukturierten Stahlband erzeugt werden. Ein Strukturwechsel ist bei der Verwendung von Trennpapieren durch einen Wechsel oder die Zuführung eines anderen Trennpapieres schnell und einfach durchführbar. Man spart sich das zeitaufwändige und mühsame Wechseln des heißen Stahlbandes. Zudem kann es beim Stahlbandwechsel zu Beschädigungen kommen, was mit erheblichen Kosten für eine Reparatur oder gar für ein neues Stahlband verbunden ist. Außerdem wird durch das Trennpapier (meist 2-3 cm breiter als das Laminat) ein Verkrusten an den Rändern des Laminats bzw. am Stahlband verhindert, was ebenfalls zu aufwändigen Reinigungsprozessen und Produktionsstillständen führt.

 

 

Die Wirtschaftlichkeit

 

Die Mindesteinsatzhäufigkeit sollte bei >4 Durchgängen sein. Meistens wird die Wiedereinsatzhäufigkeit durch die mechanische Beanspruchung des Papieres eingeschränkt. Bei Temperaturen von ca. 200°C und Drücken von 20-25 bar leidet die Zellstofffaser doch sehr beträchtlich. Bei Temperaturen von über 180°C beginnen die Fasern zu verkoken und brüchig zu werden. Zwar sind die Verweilzeiten in der Presse relativ kurz, aber das ständige Aufheizen und Abkühlen während den Durchgängen ist eine sehr starke Belastung für die Fasern. Hier ist es wichtig, dass die als Trägermaterial verwendeten Papiere ein hohes Maß an Stabilität aufweisen. Einen wesentlichen Einfluss auf die Wiedereinsatzhäufigkeit hat auch die Qualität und Dichtigkeit der Lackschicht. Sie muss so dicht sein, dass sich das aushärtende Harz nicht darin verankern kann.

 

 

Die Lagerung

 

Da Trennpapiere feuchtigkeitsempfindlich sind, sollten diese nach Gebrauch dampfdicht in Folie eingepackt werden. Die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft im Trägermaterial kann sonst dazu führen, dass es beim Verpressungsprozess zu Feuchtestreifen- oder Dampfblasenbildung kommen kann.

 

 

Warum ELESGOrelease

 

• Lösemittel- und formaldehydfreie Lacke

• Frei von toxischen Schwermetallen

• Chrom- und Chlorfrei

• Qualitativ hochwertige Lackrezepturen für erhöhte Einsatzhäufigkeit

• Aushärtung mittels exakt dosierbarer Elektronenstrahlen

• Höchste verfügbare Strahlerleistung

• Mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Herstellung elektronenstrahlgehärteter Oberflächen